Die Testmama hat sich diesen Monat mit dem Thema "Kinder und Essen" auseinandergesetzt - und sobald ein Kind mit am Tisch sitzt wird man sich früher oder später auch damit auseinadersetzen müssen.
So auch wir.
Bis vor Kurzem war es bei uns so, dass Jonas weder Salat noch rohes Gemüse gegessen hat, und auch sonst ein eher mäkliger Esser war. Das wurde - warum auch immer- von Allen bislang so akzeptiert. Es war immer klar, dass man für ihn kein Gemüse schöpfen muss, er keine Rohkost isst und ein Salatteller weniger auf dem Tisch steht.
"Er isst das nicht"
Das war oft der Satz, mit dem ich für mein Kind entschieden haben, wenn jemand etwas oben genanntes für ihn servieren wollte.
Irgendwann haben wir dann allerdings für uns entschieden, dass es uns eigentlich überhaupt nicht gefällt, dass er sich solchen Sachen gegenüber demonstrativ verweigert und wir es ihm so leicht machen.
Aber wie ändert man solch festgefahrene Gewohnheiten? Und wo fängt man am Besten an? Schaffen wir es? All die Fragen haben wir uns vorher auch gestellt und haben uns auf eine schwierige Situation bei allen gemeinsamen Essen in der nächsten Zeit eingestellt. Aber: Probieren geht über Studieren.
Projekt "Salat und Gemüse für unser Kind"
Uns war wichtig, dass weder Druck noch Zwang beim Essen und Entdecken der "neuen" Speisen entstehen soll. Ich glaube das habe wir auch gut gelöst.
Am nächsten Tag stand also auch ein drittes Salatschälchen auf dem Tisch. Nach einigen ungläubigen Blicken von Jonas, hat er aber auch den Salat gegessen.
Mittlerweile greift er gerne zu Gemüse und Salat, hat Lieblingssorten und Sorten, die er weniger gerne mag, sie aber trotzdem anstandslos isst.
parade
Auch bei anderen Gerichten ist er seither weniger mäkelig, Er isst sie, auch wenn sie nicht seine Leibspeisen sind.
Geschafft!
Alles in allem ist unser Projekt sehr erfolgreich gewesen! Und ich ärgere mich fast, dass ich es erst so spät probiert habe, meinem Kind Gemüse und Salate schmackhaft zu machen.
Es ist nicht so, dass es nicht zwischendurch mal schwieriger war beim Essen als vorher. Aber wir sind konsequent geblieben, und der "Erfolg" gibt uns auch Recht.
Und ich muss zugeben: ich bin unheimlich stolz auf Jonas, dass er so toll mitgemacht hat - und auch auf uns bin ich stolz! Haben wir das doch so gut gemeistert!
Also liebe Eltern mit mäkeligen Kindern: Einfach probieren - manchmal ist es gar nicht so schwer, wie es aussieht!
Liebe Grüsse und allzeit guten Appetit
Genauso haben wir das auch gemacht, allerdings von Anfang an. Tagsüber steht immer eine Obstschale auf dem Tisch und wenn Tochter mal wieder Süßes haben will biete ich zuerst Apfel und Birne ect an was dann meisstens auch eher angenommen wird. Abends steht immer ein Teller mit geschnittenem Gemüse da, was grad so der Kühlschrank hergibt, und sie isst meisstens eher Gemüse als Brot, aber das ist ok.
AntwortenLöschenLieben Gruß Carmen
Wie alt ist Dein Jonas? Ich hab hier nämlich auch einen mäkligen, schwerst eingeschränkten Nix-Esser der die Mittagszeit manchmal ganz schön anstrengend macht. Allerdings ist meiner schon 8, diskutiert aber wie 14 was so ein Projekt sicher nicht leichter machen würde...
AntwortenLöschenHallo C.
LöschenJonas ist auch bereits 8 Jahre alt. Und bei uns hat es auch noch geklappt. Probiert es doch einfach mal - und konsequent bleiben :-)
LG Sabine
Ui toll, dass man Essgewohnheiten ohne Zwang noch einmal so umdrehen kann finde ich sehr inspirierend,
AntwortenLöschenlg
junglejane
Danke für das Lob :)
LöschenLG Sabine
Super dass das bei euch klappt, bei uns nicht. Wir stellen täglich auch den Kindern Gemüse hin und es wird von den Kindern wieder weggestellt. Ist vielleicht schon ein Ritual: Mama Teller hin, Kind Teller weg. ;) Auch wenn wir das von Anfang an so handhabten, es half nichts, nach und nach wurde immer mehr verweigert.
AntwortenLöschenDurchhalten! Vielleicht hilft das!
AntwortenLöschenLiebe Grüsse